Umgang bei grenzüberschreitendes Verhalten von  Schülerinnen und Schülern

Wenn es zu grenzüberschreitendem Verhalten kommt,  entscheidet die Lehrkraft zunächst, ob es sich um einen niederschwelligen Konflikt oder einen größeren Vorfall handelt.

Handelt es sich um einen niederschwelligen Konflikt, klärt die Lehrkraft durch Einzel – oder Klassengespräche den Konflikt und erarbeitet mit den Schülerinnen und Schülern mögliche Lösungen. Je nach Vorfall werden der Nachmittagskollege, die Eltern und / oder die Schulleitung informiert. Sind evtl. weitere Klassen betroffen, werden die betreffenden Kollegen und / oder Mitschüler mit einbezogen.

Bei größeren Konflikten findet grundsätzlich immer ein Austausch darüber statt, wie in  der jeweiligen Situation  verfahren werden soll. Ansprechpartner sind hier Kollegen, evtl. auch die Beratungslehrerin oder die Schulleitung  sodass der Umgang mit dem Konflikt eine kollegiale Entscheidung ist. Auch in diesem Fall gibt es klärende Gespräche mit den betroffenen Schülerinnen und Schülern und der Klasse. Die Eltern der Beteiligten werden über den Vorfall informiert.

Die Schulleitung, die Beratungslehrerin und die Lehrkraft besprechen das Vorgehen für den besonderen Fall. Es geht immer darum, den Vorfall aufzuarbeiten und eine gute Lösung zu finden. Die Lehrkraft führt die ersten Gespräche mit den betroffenen Schülerinnen und Schülern und sie informiert die Eltern. Die Schulleitung spricht ggf. mit den Eltern der Geschädigten und kümmert sich um deren Anliegen.

Die Klassenlehrkraft behält die beteiligten Kinder in der folgenden Zeit besonders im Blick. Zusätzlich kann sie sich Unterstützung durch die Beratungslehrerin oder die stv. Schulleitung holen.

In außergewöhnlichen Fällen informiert die Schulleitung den Elternrat und die Schulaufsicht. Bei Bedarf werden hier zunächst das ReBBZ, GiK, die Beratungsstelle Gewaltprävention oder auch die Polizei eingeschaltet, außerdem wird in diesen Fällen eine schriftliche Gewaltmeldung bei allen zuständigen Stellen eingereicht. 

Zur Aufarbeitung dieser besonderen Fälle wird immer zusammen mit der Beratungslehrerin nach Angeboten für die betroffenen Schülerinnen und Schüler und deren Eltern gesucht. Dieses können z.B. Gesprächstermine bei der Beratungslehrerin sein, aber auch Angebote, um die Sozialkompetenz zu trainieren oder externe Beratungs – und Unterstützungsangebote.

Grundsätzlich kann bei Konflikten auf Wunsch immer die Beratungslehrerin angesprochen werden, sowohl von Kindern und Eltern, als auch von den Kollegen. 

Sollten die Vorfälle im Bereich der Inklusion stattfinden, werden die zuständige Sonderpädagogin, die Förderkoordinatorin und alle anderen möglichen Berater hinzugezogen. 

Um ein einheitliches Vorgehen und Standards zu entwickeln, haben wir an der Schule Humboldtstraße folgende Möglichkeiten:

Es gibt für die Schule Schulregeln, die vom Vor- und Nachmittag gemeinsam entwickelt wurden und überall aushängen. Diese Regeln werden in den Klassen besprochen.

Jede Klasse entwickelt zudem gemeinsam individuelle Klassenregeln.

Jede Klasse hat einmal in der Woche Klassenrat. Alle Kollegen bilden sich zu diesem Thema fort, insbesondere auch neue Kollegen.

Es gibt im Kollegium regelmäßig einen Austausch über das Vorkommen und den Umgang mit Konflikten. Außerdem gibt es einen regelmäßigen Austausch zwischen Vor- und Nachmittag, sodass durch rechtzeitige Information ein Weitertragen oder Wiederaufflammen von Streitsituationen möglichst vermieden wird.

Die KiJu – unser Kooperationspartner – führt mit allen Schülerinnen und Schülern der 1. Klassen Trainingseinheiten zum sozialen Miteinander durch.

Die Schule bietet in regelmäßigen Abständen und bei Bedarf Themenelternabende mit externen Referenten an (z.B. Prävention sexueller Übergriffe, Fragen zur  Nutzung  von Internet und Handy im Grundschulalter). 

Unsere Vorschullehrkräfte arbeiten mit den Vorschulkindern  zum Thema Prävention und an sozialen Trainingsprogrammen.

Das gesamte Kollegium nimmt regelmäßig an Fortbildungen der Beratungsstelle Gewaltprävention zum grenzüberschreitenden Verhalten von Schülern und Schülerinnen teil.

Die Schule hat ein Kinderschutzkonzept.

Auch im Leitbild der Schule wird das Thema bedacht.